Chronik der Gemeinde
Die Wurzeln der Gemeinde Neheim-Hüsten führen zurück in das Jahr 1921 in die Stadt
Hagen, in der die ersten neuapostolischen Christen aus Neheim-Hüsten ihre ersten Gottesdienste
erlebten.
28.01.2008
Nach und nach wurde die Zahl größer, sodass 1928 ein Raum in der „Von Lilien-Straße“
gemietet wurde. Hier heirateten als erste Eheleute, Elfriede Schnickmann und Georg
Lackner. Als am 4. Oktober 1931 Apostel Hermann Magney die Personen Georg Lackner,
August Masuth sen. und August Masuth jun. versiegelte war ein weiterer Meilenstein
gesetzt.
Gegen Ende des Jahres 1932, genau, am 16. Oktober 1932, wurden August Masuth jun.
in das Diakonenamt sowie Hermann Schulte in das Unterdiakonenamt ordiniert. Der
bestehende Raum wurde abermals zu klein, daher mietete man alsbald einen Raum in
der „Kleinbahnstraße“ an.
Am 1. Januar 1933 fand hier der erste Gottesdienst statt.
Rund ein dreiviertel Jahr später, am 22. Oktober 1933 ordinierte Apostel Schüring August
Masuth als Priester und Vorsteher. Dieser Tag ist daher die offizielle Geburtsstunde
der Gemeinde Neheim-Hüsten.
Infolge der Machtübernahme der NSDAP musste der bestehende Raum 1934 aufgegeben
werden. Es sollte nicht das letzte Mal bleiben. Behelfsmäßig fanden ab hier die Gottesdienste
in dem Wohnzimmer der Familie Neugebauer statt, bevor 1941 erneut ein Raum
in der „Bahnhofstraße“ angemietet wurde. Zwischenzeitlich fuhr man für drei Monate
nach Schwerte da keine Örtlichkeit gefunden werden konnte.
1942 erlebte die Gemeinde einen Nackenschlag, mit dem Einzug des Priester und Vorstehers
August Masuth zur Wehrmacht. Daraufhin wurde am 19. Oktober 1942 der
Unterdiakon Wilhelm Bültemeier, zugezogen aus Balve, zum Priester ordiniert.
Mittlerweile zählte die Gemeinde stattliche 107 Mitglieder. Als nach Kriegsende immer
mehr Menschen und damit auch neuapostolische Christen, auch aufgrund von Flucht,
ihre Bleibe in Neheim-Hüsten fanden, begann man 1953 mit dem Bau eines Kirchengebäudes
in der „Wilhelm-Busch-Straße“. Das Gotteshaus wurde am 4. Juli 1954 von
Bezirksapostel Walter Schmidt eingeweiht.
Aus der Gemeinde Neheim-Hüsten entsprangen nach und nach Tochtergemeinden, zuerst
Arnsberg, Nuttlar, Stockum (später Sundern) und Meschede. Allen diesen diente
der wieder zurückgekehrte August Masuth. Seine Fahrten und Besuche führten zu jeder
Jahreszeit zu neuapostolischen Christen nach Arnsberg, Oeventrop, Freienohl, Meschede,
Hirschberg, Bestwig, Behringhausen, Bigge-Olsberg, Assinghausen, Wallen, Fredeburg,Sundern, Amecke, Allendorf, Stockum, Recklinghausen-Sundern , Westenfeld, Remblinghausen,
Oelinghauser-Heide und Vosswinkel. Er war von keinem Wetter zu Bremsen,
zuerst per Fahrrad später mit dem Motorrad war er unermüdlich unterwegs. Sein Leitspruch
war dabei immer: „Für Jesu Gnade tust du nie zuviel!“.
Die Anzahl der neuapostolischen Christen stieg stetig an. Am 27. Juli 1967 setzte Stammapostel
Walter Schmidt mit seinem Besuch einen weiteren Meilenstein. Bis zum Jahr
1970 wuchs die Mitgliederzahl mit Arnsberg und Sundern auf 253 an, und 12 Amtsträger
waren nun insgesamt tätig.
Am 15. Oktober 1975 schließlich wurde August Masuth nach 42 Jahren! als Priester
und Vorsteher von Bezirkspostel Schiwy in den Ruhestand versetzt. Man nannte ihn ob
seiner zurückaltenden Art treffenderweise „den Held in der Stille“. Seine Nachfolge als
Vorsteher trat der Priester Werner Knoppe an.
Aufgrund der steigenden Mitgleiderzahl, 238 zählte man, war es einmal wieder nötig
Platzbeschaffungsmaßnahmen zu treffen. So begann in zweijähriger Umbauzeit die Erweiterung
des Kirchengebäudes, in Zuge dessen ein Jugendraum sowie die Sakristei neu
erbaut wurden. Den Einweihungsgottesdienst hielt am 22. Juni 1981 Bezirksapostel Hermann
Engelauf.
Fünf Jahre später, am 25. Juni 1986 war es Apostel Kusserow unter dessen Leitung ein
internationaler Gästegottesdienst stattfand. Die Predigt fand in den folgenden sieben
Sprachen statt: Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Tamil, Polnisch, Persisch und Vietnamesisch.
Ein weiterer Festgottesdienst fand am 20. September 1992 in dem Kulturzentrum in
Neheim-Hüsten statt. An der Predigt von Bezirksapostel Horst Ehlebracht nach 660
Personen teil. Die Amtszeit des Priester und Vorstehers Werner Knoppe beendete am
9. Februar 1994 Apostel Klaus-Dieter König mit dessen in Ruhesetzung und setzte den
Hirten Andreas Niessner als neuen Vorsteher für die Gemeinde ein. Ihn löste am 28.
Mai 2008 der Evangelist Axel Knoppe ab, der von Apostel Wolfgang Schug den Auftrag
bekam, der Gemeinde Neheim-Hüsten als Vorsteher zu dienen.